Welche Formen der Bewertung und Analyse sind in der Immobilienwirtschaft üblich?

1. Immobilienbewertung

Ermittlung des Verkehrswertes nach WertV

Für die Ermittlung des Verkehrswertes gibt die WertV und das Baugesetzbuch die Methodik der Bewertung vor. Diese erfolgt nach standardisierten Verfahren:

  • Vergleichswertverfahren
  • Ertragswertverfahren
  • Sachwertverfahren

Der Verkehrswert wird aus den Ergebnissen der jeweiligen Verfahren unter Berücksichtigung der Verhältnisse am Grundstücksmarkt abgeleitet.

Ermittlung des Marktwertes nach internationalen Methoden

Obwohl man von internationalen Methoden spricht, ist hier in der Regel die angelsächsische Methode auf Basis der Vorschriften (red book) der RICS (Royal Institution of Chartered Surveyors) gemeint.

Wichtigstes Verfahren ist hier die sogenannte Discounted Cash Flow – Analyse. Auch wenn dieses Verfahren dem deutschen Ertragswertverfahren teilweise ähnelt, gibt es jedoch eine Reihe von Unterschieden. Dies betrifft sowohl die Betrachtung des Bodenwertes als auch die Behandlung der Mieterträge.

2. Immobilienanalysen

Immobilienanalysen reichen von speziellen Untersuchungen bis zur komplexen immobilienwirtschaftlichen Due Diligence. Häufig sind Wertermittlungen Bestandteil der Analysen.

Spezielle Untersuchungen können z.B. sein:

  • Objektspezifische Markt- und Standortanalysen
  • Analyse von Entwicklungs- oder Umnutzungspotenzialen
  • Analyse von möglichen Verwertungsszenarien

Im Rahmen einer komplexen Due Diligence werden alle Chancen und Risiken einer Immobilie im Hinblick auf die aktuelle Situation und die zukünftige Entwicklung ausgewertet und bewertet.

Tipp:

Eine isolierte Wertermittlung führt häufig nicht zu ausreichenden Ergebnissen. Meistens gelingt es erst mit entsprechenden Analysen, Potenziale und Risiken zu greifen.

Quelle:Dr-Luebke.com

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